8. Dezember 2008

Venedig - 05

Eine interessante Eigenheit Venedigs ist auf dem Bild zu sehen.

l'Ombra

Das Gläschen Wein, dass die Venezianer gern vorm heimgehen trinken, nennen Sie l'ombra (wörtlich übersetzt - der Schatten). Warum man allerdings nach einem Gläschen schon einen Schatten haben soll, erschließt sich mir nicht ganz ;o)
Trotzdem eine feine Tradition *g*

Viele jene Kneipen, die die Einheimischen bevorzugen, sind im östlichen Teil Venedigs zu finden. Früher ein ehemaliges Arbeiterviertel und auch heute noch gut bevölkert. Obige Aufnahme war in einem Lokal direkt an der Teilung der Via Giuseppe Garibaldi in die beiden Teile Fondamenta Sant'Ana und Fondamenta San Gioachin.

Von dort machten wir uns über die Calle Quintavalle auf den Weg zur Isola di San Pietro - einem zumindest den Hausnummern nach ältesten Teil Venedigs. Dort haben wir nämlich die Hausnummer 1 entdeckt!

1 Kommentar:

Elke Stein hat gesagt…

Hallo,
gerne kläre ich auf, wie es zu dem Begriff "l'ombra" für das Gläschen Wein trinken gekommen ist. Dieser Begriff entstand in einer Zeit, als es auf dem Markusplatz noch Obst-, Gemüse- und Weinhändler mit einfachen (Markt-)Ständen gab. Gerade die Weinhändler stellten sich vorzugsweise in den Schatten des Campanile, damit der Wein nicht der Sonne ausgesetzt war. Sie wanderten den Tag über auch mit dem Schatten mit. So traf man sich im Schatten am Weinstand auf ein Gläschen und die gebräuchliche Einladung dazu lautete : "Prendiamo un'ombra!" Der Begriff ist noch heute in venezianischen Bars und Bacari gebräuchlich.
Viele Grüße
Elke